Willkommen

Liebe Museumsbesucherinnen und -besucher,

das Jüdische Kulturmuseum wurde 1985 in der eindrucksvollen Augsburger Synagoge eingerichtet. Es dokumentiert die reiche Kultur und wechselvolle Geschichte der Juden in Augsburg und Schwaben vom Mittelalter bis heute.

Der Eingang in die Dauerausstellung im Haupthaus

Die im November 2006 nach neuer Konzeption eröffnete Dauerausstellung präsentiert diese Geschichte als eine Geschichte der Migration, als Abfolge von Niederlassung und Austreibung, von Integration und Ausgrenzung, von Selbstbehauptung und Anpassung. Die Konzeption lenkt den Blick auf das Verhältnis von jüdischer Minderheit und christlicher Mehrheit. Sie thematisiert religiöse Praxis im Wandel der Zeit und macht jüdische Geschichte als einen integralen Teil der Augsburger und der schwäbischen Geschichte deutlich.

 

Gerne begrüßen wir Sie auch in der 2014 eröffneten Museumsdependance Ehemalige Synagoge Kriegshaber – dem ältesten erhaltenen jüdischen Gotteshaus in Bayerisch-Schwaben.

Die Zweigstelle des Museums

Sie war das Zentrum einer religiös, kulturell und wirtschaftlich bedeutenden jüdischen Gemeinde vor den Toren der Stadt Augsburg, die sich mit deren Innenstadtgemeinde erst 1917 zusammenschloss. Dank des denkmalpflegerischen Konzepts der Sanierung sind im Innern der ehemaligen Synagoge eindrucksvolle Spuren ihrer wechselhaften Geschichte erhalten. Zusammen mit der Rabbiner-Wohnung im Erdgeschoss bietet sie Raum für Lernen, Erinnerung und kulturellen Austausch.

Ein Multimedia-Guide steht zur Verfügung, um die Haussynagoge und das jüdische Kriegshaber zu entdecken.

Noch bis zum 17. Juni wird in der Dependance die Wechselausstellung Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung? Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber gezeigt. Dafür sind kostbares Tora-Silber, wertvolle synagogale Textilien, seltene Manuskripte und andere Judaica einige Wochen lang in ihre Heimat zurückgekehrt, aus der sie während der NS-Zeit in alle Welt zerstreut wurden. Hier erinnern sie an die religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieser einstigen Vorstadtgemeinde, die weit über die einer landjüdischen Gemeinde hinausging.

Nähere Informationen zur Ausstellung und dem gleichnamigen Katalog gibt es hier.

 

Fotos: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben/Franz Kimmel