Die Schriftstellerin Paula Buber

„...zäh, genial, unbedenklich...“ Die Schriftstellerin Paula Buber (1877 – 1958) Biografie und Werk Paula Buber war eine ungewöhnliche Frau. Theodor Lessing beschrieb sie als „zäh, genial, unbedenklich“. Als PaulineWinkler in München geboren, hat sie sich früh von ihrem katholischen Elternhaus gelöst und Zugang zur Münchner Bohème gefunden. Während ihres Studiums in Zürich lernte sie den Studenten Martin Buber kennen. Nach der Geburt des Sohnes, dem bald eine Tochter folgte, trat Paula Winkler aus der katholischen Kirche aus und bekannte sich als „Philozionistin“. 1907 konvertierte sie in Berlin zum Judentum und schuf damit die Voraussetzung für eine Heirat mit Martin Buber. Diesen hatten Die Geschichten des Rabbi Nachman inzwischen berühmt gemacht, Paula Bubers Mitarbeit an den chassidischen Erzählungen blieb unerwähnt. Unter dem männlichen Pseudonym Georg Munk trat sie mit eigenen literarischen Werken an die Öffentlichkeit. Gloria Agbetowofa, Dagmar Alesik, Bettina Bannasch, Katharina Baur, Justina Bayer, Miriam Fraunhofer, Luisa Hagen, Sabrina Haske, Nadja Hendriks, Rebecca Karrer, Lisa Kindorf, Sarah König, Cora Pertermann, Thomas Rösl, Benigna Schönhagen, Astrid Sirch, Anna Strobl, Ann-Marie Struck, Regina Willmeroth, Amir Zellinger, Sarah Zips Katharina Baur, M.A. Das Ausstellungsprojekt Impressum Texte: Wissenschaftliche Konzeption: Grafik, Gestaltung: Prof. Dr. Bettina Bannasch (Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg), Katharina Baur, M.A. (Universität Augsburg), Dr. Benigna Schönhagen (Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben) Justina Bayer, Rebecca Karrer, Sarah König Justina Bayer, Luisa Hagen, Miriam Fraunhofer, Nadja Hendriks, Ann-Marie Struck, Regina Willmeroth, Sarah Zips, unterstützt von Ilya Kotov (Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben) Werkstätte für Beschriftungen, Augsburg Projektleitung: Fotoredaktion: Druck: Foto, Das Projektteam; Luisa Hagen, Augsburg, Dezember 2016 1916 zog die Familie in die hessische Kleinstadt Heppenheim, von wo sie 1938 mit ihren Enkelinnen nach Palästina emigrierte. Fortan lebten sie in Jerusalem, im Kreis vielerdeutschsprachiger Emigranten. 1958 starb Paula Buber auf einer Reise in Venedig. In seinem Nachruf resümiert Hugo Bergmann: „Paula Buber war anders als wir. Aber wenn sie, wie oft im Gespräch, mit Selbstverständlichkeit ‚wir Juden‘ sagte, dann fühlten wir uns bestätigt.“ Das Werk der Schriftstellerin bewegt sich im Spannungsfeld von Tradition und Avantgarde, von religiöser Erneuerung und hellsichtiger Zeitdiagnose, von pathosgeladenem Engagement und Neuer Sachlichkeit. Es provoziert Neugier und Interesse, Zustimmung und Widerspruch. Die Ausstellung wurde als Kooperationprojekt der Universität Augsburg (Prof. Dr. Bettina Bannasch) und des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben (Dr. Benigna Schönhagen) im Sommersemester 2016 und Wintersemester 2016/17 von Studierenden der Literatur- und Geschichtswissenschaft der Universität Augsburg erarbeitet. Es beruht auf dem Dissertationsprojekt von Katharina Baur, M.A. (Universität Augsburg) zu Leben und Werk Paula Bubers. Beratend hinzugezogen wurden Prof. Dr. Mirjam Zadoff und Prof. Dr. Noam Zadoff (Bloomington/Indiana, USA).

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