„Von der Sekunde an, in der ich verhaftet wurde, hatte ich keinen Glauben mehr ans Leben.“

Der Bericht des Augsburger Auschwitz-Überlebenden Ludwig Frank, 1946, gelesen von Matthias Klösel, Theaterwerkstatt Augsburg / 13. Oktober 2020, 18.30 Uhr

Die erste Seite des Berichts © JMAS/Sammlung Gernot Römer

Im Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren präsentiert das Jüdische Museum Augsburg Schwaben in Kooperation mit dem Kulturhaus abraxas und der Fachstelle für Erinnerungskultur der Stadt Augsburg der Öffentlichkeit zum ersten Mal in Gänze den 1946 niedergeschriebenen Bericht des Augsburger Auschwitz-Überlebenden Ludwig Frank aus der Sammlung Gernot Römer.

Der bekannte Schauspieler und professionelle Rezitator Matthias Klösel von der Theaterwerkstatt Augsburg wird den Bericht an dem Abend vortragen.

1900 in Augsburg in eine jüdische Familie geboren, wurde Ludwig Frank während des Novemberpogroms 1938 verhaftet und im KZ Dachau inhaftiert. 1939 floh er zu seinem Bruder nach Lyon in Frankreich. Bei einem Fluchtversuch in die Schweiz 1942 wurde er verhaftet und über das Sammellager Drancy nach Auschwitz deportiert, wo er in einer Schreibstube arbeiten konnte. Kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee wurde Ludwig Frank nach Mauthausen-Ebensee deportiert, wo er das Kriegsende unter brutalsten Umständen erlebte. Er kehrte zunächst nach Lyon zurück, später lebte er bis zu seinem Tod 1983 im saarländischen Völklingen.

In dem erschütternden Bericht aus dem Jahr 1946 schildert er seine Flucht, die Verhaftung durch Gestapo und französische Kollaborateur*innen, die Zustände in den einzelnen Konzentrations- und Vernichtungslagern, und wie er diese überlebte.

in Kooperation mit dem Kulturhaus abraxas und der Fachstelle für Erinnerungskultur der Stadt Augsburg

 

Ort: Kulturhaus abraxas, Sommestraße 30, 86156 Augsburg (Tel. 0821 324 63 55)

Eintritt: 5,00 / 3,00 Euro

Tickets: www.reservix.de, abraxas Büro (nur Barzahlung), Bürgerinformation am Augsburger Rathausplatz und alle Reservix-Vorverkaufsstellen.

Wir empfehlen, Tickets im Vorfeld zu erwerben. Es wird ab 18.00 Uhr aber auch eine Abendkasse geben.

 

Hinweise:

Aufgrund der noch geltenden Bestimmungen bzgl. der Corona-Pandemie sind die Plätze für die Lesung begrenzt. Wir bitten darum, die Tickets im Vorfeld zu kaufen. Wir bitten um die Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln.