„Der mich nicht als Frau erschaffen“ – die „Wissenschaft des Judentums“ und der Vorwurf der Frauenverachtung

LEHRHAUS mit Rabbinerin Prof. Dr. Birgit E. Klein, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg / 15. September 2020, 18.30 Uhr

In der Pessach-Haggada des Israel ben Meir werden die Worte „Gieße Deinen Zorn über alle Völker aus …“ gerahmt von studierenden und diskutierenden Frauen und Männern – vielleicht über den Segensspruch?, Heidelberg, um 1430 © Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt: Cod. Or. 8, fol. 37v

»Gelobt seist Du, Ewiger, Herrscher der Welt, der mich nicht als Frau geschaffen« – lange galt diese Passage des täglichen Morgengebets als Beleg für den Vorwurf, die Frau werde im Judentum verachtet. Im 19. Jahrhundert trat die »Wissenschaft des Judentums« solchen und anderen antijüdischen Stereotypen entgegen.

Rabbinerin Birgit E. Klein zeigt, wie der Segensspruch Teil der jüdischen Liturgie wurde, was das Reformjudentum zur Verbesserung der Stellung von Frauen unternahm und wie die verschiedenen jüdischen Strömungen heute mit dem Text umgehen.

in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof

 

Ort: Standort Innenstadt, Festsaal der Synagoge
Eintritt: 5,00 € | 3,00 €