„Von der Sekunde an, in der ich verhaftet wurde, hatte ich keinen Glauben mehr ans Leben.“

Lesung aus dem Bericht von Ludwig Frank, 1946 / 21. April 2020, 18.30 Uhr / aufgrund der gegenwärtigen Lage wird die Lesung wahrscheinlich nicht stattfinden und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben

Die erste Seite des Berichts © JMAS

1900 in Augsburg geboren, wurde Ludwig Frank während des Novemberpogroms 1938 verhaftet und im KZ Dachau inhaftiert. 1939 floh er zu seinem Bruder nach Lyon in Frankreich. 1942 wurde er bei einem Fluchtversuch in die Schweiz verhaftet und über das Sammellager Drancy nach Auschwitz deportiert. Dort konnte er in einer Schreibstube arbeiten und überlebte so das Vernichtungslager.

Nach der Befreiung kehrte er zunächst nach Lyon zurück, später lebte er bis zu seinem Tod 1983 im saarländischen Völklingen. In einem Bericht aus dem Jahr 1946
schildert er seine Verhaftung, seine Erlebnisse in Auschwitz und die Befreiung durch die Rote Armee.

Das Zeitdokument aus der Sammlung Gernot Römer wird bei der Lesung zum ersten Mal zur Gänze der Öffentlichkeit vorgestellt.

in Kooperation mit dem Kulturhaus abraxas und der Fachstelle für Erinnerungskultur im Kulturamt der Stadt Augsburg

 

Ort: Kulturhaus abraxas, Sommestraße 30, 86156 Augsburg
Eintritt: 5,00/3,00 Euro