Stadtrundgang: „Landjuden – Stadtjuden“

Auf jüdischen Spuren durch Kriegshaber und die Augsburger Innenstadt mit Souzana Hazan und Frank Schillinger / 28. Juni 2020, 14.00 Uhr / Informationen zur Anmeldung folgen in Kürze

Postkarte, Kriegshaber 1916 mit Synagoge und jüdischem Häuserensemble © Sammlung Peter Karl Müller, Kirchheim am Ries

Nach der Vertreibung aus der Reichsstadt Augsburg 1438/40 durften sich Jüdinnen und Juden für fast 400 Jahre nicht mehr in der Stadt niederlassen. Das jüdische Leben in der
Region entwickelte sich in diesem Zeitraum auf dem Land. In Kriegshaber – damals ein Dorf unter habsburgischer Herrschaft – entstand eine bedeutende jüdische Landgemeinde.

Als sich im 19. Jahrhundert die rechtliche und wirtschaftliche Situation der Jüdinnen und Juden im Königreich Bayern langsam besserte und sie sich ab 1861 frei niederlassen durften, zogen viele in die Städte. In Augsburg wurde 1861 wieder eine jüdische Gemeinde gegründet, die in den folgenden Jahrzehnten durch Zuzug aus dem ländlichen Raum stetig wuchs und 1917 in der Halderstraße eine prächtige Synagoge einweihte.

Der Stadtrundgang führt an weniger bekannte Orte der jüdischen Geschichte in Augsburg und Kriegshaber und erzählt von den Menschen, die dort lebten oder wirkten.

 

Treffpunkt: Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Ulmer Str. 228, 86156 Augsburg
Eintritt: frei