Der zerbrochene Kelch: Vertrieben. Beraubt. Vergessen.

Theater / 18. & 19. Februar 2020, jeweils 19.00 Uhr / Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“

© Frauke Wichmann

„Der zerbrochene Kelch“ ist eine szenische Collage mit Dokumenten zur Arisierung eines Augsburger Unternehmens. Das Theaterstück wurde von Augsburger Schülerinnen und Schülern mit einem Künstlerteam erarbeitet und erzählt eindringlich die Enteignung der Augsburger Spinnerei und Weberei am Sparrenlech sowie der Neuen Augsburger Kattunfabrik (NAK) durch die Nationalsozialisten.

Die Textilunternehmen befanden sich im Eigentum der Familien Kahn und Arnold, die beide als Juden diffamiert und wegen ihrer Herkunft systematisch verfolgt wurden. Es zeigt exemplarisch ein bewegendes Stück deutscher und Augsburger Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Geschichte, die nicht nur von wirtschaftlichem Erfolg, sondern von „Arisierung“, Emigration und vom Holocaust zeugt.

Die Künstler*innen arbeiten mit originalen Zeugnissen aus der amtlichen Überlieferung und der zeitgenössischen Presse sowie verschiedenen künstlerischen Elementen.

 

Ort & Tickets: tim, Provinostraße 46, 86153 Augsburg, Tel.: 0821 81001-50

Eintritt: 10,00 Euro/Mitglieder tim Förderverein: 5,00 Euro