Jüdische Objekte – Neues Forschungsprojekt

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben untersucht seit dem 1. September 2018 gemeinsam mit der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und dem Braunschweigischen Landesmuseum in einem neuen Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Objekte und Räume als Spiegel der religiösen Praxis jüdischer Gemeinden: Traditionen und Transformationen des Judentums in Deutschland nach der Shoa“.

Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Alexander von Kienlin

Förderlinie

Sprache der Objekte

Laufzeit

01.09.2018 bis 31.08.2021

 

Das Verbundprojekt strebt eine umfassende und interdisziplinäre Untersuchung des Neubeginns jüdischen Lebens in Deutschland nach der Shoa an, wie es sich in Objekten, Räumen und religiösen/musikalischen Praktiken widerspiegelt. Dafür führt es die einschlägigen Kompetenzen von jüdischen Regionalmuseen mit Forschungseinrichtungen aus den Bereichen jüdische Musik und materielle jüdische Kultur/Architektur zusammen.

Die Nachkriegszeit war als Phase der Transformation des Judentums konstitutiv für die weitere Entwicklung jüdischer Kultur in Deutschland. Zeugnisse aus dieser Zeit sowie dahinter liegendes Wissen werden umfassend dokumentiert, rekonstruiert und interpretiert. Aufgabe der beiden Museen ist die Suche, Identifikation und Erfassung der geographisch verstreuten Artefakte, um sie in einer (virtuellen) Sammlung zusammenzuführen und der Forschung und der Museumsarbeit zugänglich zu machen.

Es besteht das Ziel, die räumlichen Zusammenhänge der Objekte in virtuellen „Modellen“ zu erforschen und zu rekonstruieren, wobei auch die liturgisch-musikalischen Zusammenhänge einzubeziehen sowie die Objekte u.a. durch Zeitzeugeninterviews und Archivrecherchen in ihrem liturgisch-musikalischen Zusammenhang zu situieren sind.

Diese Ergebnisse werden u.a. über die Online-Datenbank „Soundscape Synagogue“ öffentlich zugänglich gemacht. In die virtuellen „Raummodelle“ werden die Ergebnisse aller Partner einfließen und die Synagogenräume und Objekte damit in neuer Weise zum Sprechen gebracht.