Es brennt noch immer – brennt es schon wieder? Die Schoa im Gedächtnis der Literatur im Spiegel heutiger Ausgrenzungspolitik

Lesung und Diskussion mit Susanne Scholl (Wien) aus ihrem aktuellen Roman „Wachtraum“ / Begleitprogramm zur Installation „1933“ / 16. Januar 2019, 18.30 Uhr

Susanne Scholl © privat

Die energische Fritzi ist das Herz der Familie. Sie ist als eine der wenigen Überlebenden ihrer Familie aus dem englischen Exil nach Wien zurückgekehrt und hat hier eine Familie gegründet. Ihrer Tochter Lea vererbt sie ihren Kampfgeist, aber auch das Trauma der Familie, das sie schließlich einholt. Dabei hat Lea vermeintlich ein sicheres Leben. Doch als 2015 zahllose Flüchtlinge kommen, um Schutz vor Krieg und Terror zu suchen, gerät ihr Leben aus den Fugen und die Vergangenheit scheint die Gegenwart einzuholen.

Die Literatin Susanne Scholl ist 1949 in Wien geboren. Ihre Eltern waren vor den Nationalsozialisten nach London geflohen, hatten sich im Exil kennengelernt und waren 1946 nach Wien zurückgekehrt. Susanne Scholl verarbeitet in ihren Romanen das Trauma ihrer Eltern und verbindet es mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement. Sie ist Mitgründerin der „Omas gegen rechts“, die sich gegen Hetze und Ausgrenzung in der Politik engagieren.

 

Ort: Standort Innenstadt, Festsaal der Synagoge

Eintritt: 5,00 / 3,00 Euro