Die Bodenlosigkeit des Abschieds. Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga Michie

Vortrag von Prof. Dr. Birgit Erdle, TU Berlin/Universität Augsburg im Begleitprogramm zur Ausstellung „Über die Grenzen. Kinder auf der Flucht 1939/2015“ / 15. Juli 2019, 18.30 Uhr

Helga und Ilse Aichinger, 1985 fotografie: stefan moses | © stefan moses archiv

Im Juli 1939 flüchtete Helga Aichinger mit einem der letzten Kindertransporte nach England. Ilse Aichinger blieb mit ihrer Mutter Berta und weiteren Familienmitgliedern in Wien zurück. Nachdem zwei jüngere Geschwister der Mutter und die Großmutter 1942 nach Minsk deportiert wurden, blieben ihre Namen auf den „Korrespondenzkarten“ zwischen Wien und London fortan ausgelassen.

Birgit Erdle ist Inhaberin der diesjährigen Gastprofessur für Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg. Sie fragt, welche Text- und Bildspuren im Werk der beiden Künstlerinnen der Versuch hinterließ, der Erfahrung dieser Abschiede nachträglich eine Form zu geben.

in Kooperation mit der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Prof. Dr. Bettina Bannasch, an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg

 

Ort: Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Standort Innenstadt, Festsaal der Synagoge
Eintritt: frei

 

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