Kunstinstallation „1933“

Kunstinstallation von Ramesch Daha, Wien / Art installation by Ramesch Daha, Vienna

8.11.2018 – 24.2.2019

english version below

 

© JKMAS

Nachdem Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, änderte sich das Leben der jüdischen Bevölkerung Deutschlands schlagartig: Die Verdrängung der Jüdinnen und Juden aus dem öffentlichen Leben und aus der Gesellschaft begann.

Als eine Maßnahme wurde die Entfernung der „jüdischen“ bzw. als solche markierten Namen aus der Buchstabiertabelle des Alphabets beschlossen und Bücher jüdischer Autor*innen verbrannt. Diese populistische Symbolpolitik hatte das Ziel, die deutsche Bevölkerung auseinanderzudividieren – in Juden und Nichtjuden.

Von Anton bis Zeppelin wurden das Alphabet und seine Buchstabiertabelle nun Träger einer deutschen, nichtjüdischen Identität – die sich bis heute fortgesetzt hat.

Die mehrteilige Installation wird als eigens für das Museum angefertigte Arbeit der Künstlerin im Foyer des Museums präsentiert.

 

Ramesch Daha ist 1971 in Teheran geboren und übersiedelte 1978 nach Österreich. Sie lebt und arbeitet in Wien. Als Trägerin mehrerer Kunstpreise unterrichtet sie u.a. in Stockholm. In ihren Arbeiten geht sie oft von familienbiografischen Ereignissen aus, die sie in einen größeren Kontext setzt. In mehreren Arbeiten setzt sie sich auch mit der jüdischen Geschichte im Nationalsozialismus auseinander.

www.ramesch-daha.com

 

Nähere Informationen zum Begleitprogramm hier.

 

Laufzeit: 8. November 2018 – 24. Februar 2019

 

Ort: Foyer des Jüdischen Kulturmuseums

Eintritt: frei

 

Feldtelefon der Wehrmacht / Field telephone of the Wehrmacht © Ramesch Daha

After Hitler had been appointed Reichskanzler in 1933, the life of the Jewish population in Germany changed abruptly: the expulsion of Jews from public life and society began.

As a measure, it was decided to remove the „Jewish“ names or names marked as such from the alphabet table and to burn books by Jewish authors. The aim of this populist symbolic policy was to divide the German population into Jews and non-Jews.

From Anton to Zeppelin, the alphabet and its spelling table have now become carriers of a German, non-Jewish identity – which has continued to this day.

The multi-part installation will be presented in the foyer of the museum as a work by the artist created especially for the museum.

 

Ramesch Daha was born in 1971 in Tehran and moved to Austria in 1978. She lives and works in Vienna. She has been awarded several art prizes and teaches in Stockholm, among other places. In her works, she often proceeds from family biographical events, which she places in a larger context. In several of her works she also deals with Jewish history under National Socialism.

www.ramesch-daha.com

 

More information on the accompanying programme here.

 

Duration: 8 November 2018 – 24 February 2019

 

Place: Foyer of the Jewish Cultur Museum

Admission: free