Kunstinstallation „1933“ – Eröffnung 7.11.2018

Kunstinstallation von Ramesch Daha, Wien / Ausstellungseröffnung am 7. November 2018, 18.00 Uhr

Kalenderblatt zum Reichsgesetzblatt, 24. März 1933, Ermächtigungsgesetz © Ramesch Daha

Nachdem Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, änderte sich das Leben der jüdischen Bevölkerung Deutschlands schlagartig: Die Verdrängung der Jüdinnen und Juden aus dem öffentlichen Leben und aus der Gesellschaft begann.

Als eine Maßnahme wurde die Entfernung der „jüdischen“ bzw. als solche markierten Namen aus der Buchstabiertabelle des Alphabets beschlossen und Bücher jüdischer Autor*innen
verbrannt. Diese populistische Symbolpolitik hatte das Ziel, die deutsche Bevölkerung auseinanderzudividieren – in Juden und Nichtjuden.

Von Anton bis Zeppelin wurden das Alphabet und seine Buchstabiertabelle nun Träger einer deutschen, nichtjüdischen Identität – die sich bis heute fortgesetzt hat.

Die mehrteilige Installation wird als eigens für das Museum angefertigte Arbeit der Künstlerin im Foyer des Museums präsentiert.

 

Ramesch Daha ist 1971 in Teheran geboren und übersiedelte 1978 nach Österreich. Sie lebt und arbeitet in Wien. Als Trägerin mehrerer Kunstpreise unterrichtet sie u.a. in Stockholm. In ihren Arbeiten geht sie oft von familienbiografischen Ereignissen aus, die sie in einen größeren Kontext setzt. In mehreren Arbeiten setzt sie sich auch mit der jüdischen Geschichte im Nationalsozialismus auseinander.

ramesch-daha.com

 

Talk mit der Künstlerin im Begleitprogramm. Nähere Informationen folgen in Kürze.

 

Ort der Eröffnung: Festsaal der Synagoge

Eintritt: frei