„Telefonieren für Juden verboten!“ – Staatliche Zugangskontrolle zum Telefon in der Zeit des Dritten Reiches

Vortrag von Prof. Dr. Clemens Schwender, Berlin / Begleitprogramm zur Installation „1933“ / 16. Dezember 2018, 18.00 Uhr

Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Reichspostdirektion Berlin 1941 © wikimedia

In der Zeit des Dritten Reiches wurde die jüdische Bevölkerung zunehmend vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Die Maßnahmen sind zwar umfassend dokumentiert, doch zeigt der Umgang mit der Telekommunikation einige Besonderheiten.

Es gibt keinen einzelne Verordnung, die die Rechtslage ein für allemal klärte. Es sind zahlreiche kleine Veränderungen. Erst die genaue Betrachtung ergibt ein gesamtes Bild von den Schikanen, von der Logik der Beamten, die die Verordnungen immer wieder neu interpretierten und Schritt für Schritt verschärften.

Der Vortrag im Begleitprogramm zu unserer aktuellen Installation „1933“ wird Dokumente zeigen, die Belege sind für die absurde Logik des NS-Systems vorstellt. Wir werden auch über das Menschenbild sprechen, das hinter den Verordnungen steht und diskutieren, wie sich dieses fortsetzt.

 

Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. Dezember unter Mail: office@jkmas.de oder Tel.: 0821 51 36 58.

 

Ort: Jüdisches Kulturmuseum, Festsaal

Eintritt: 5,00 / 3,00 Euro