Jeremias aus jüdischer Sicht

LEHRHAUS mit Rabbiner Julian-Chaim Soussan, Frankfurt am Main / 12. Dezember 2018, 19.00 Uhr

© Rafael Herrlich

Jeremias gehört zu den drei großen Propheten der Jüdischen Schriften. Er hat fünf Könige von Jehuda erlebt und bis zum Schluss versucht, den drohenden Untergang Jerusalems abzuwenden. Aber er musste miterleben, wie die Babylonier im 6. Jh. v.d.Z. schließlich den Tempel Salomons zerstörten und das besiegte Volk verschleppten.

Die 52 Kapitel des Buches enthalten nicht nur immer noch aktuelle (Sozial-)Kritik, sondern geben auch Informationen über den Propheten selbst. Auch das Klagelied „Eicha“, das die Zerstörung dichterisch und in all ihrer Grausamkeit beschreibt, wird erläutert.

Das Buch wäre nicht in den Kanon der heiligen Schriften aufgenommen worden, wenn es nicht zu jeder Zeit aktuell wäre und vom Kommen des Messias künden würde. Das Christen und Juden hier durchaus unterschiedliche Verständnisse haben, wird Rabbiner Soussan ebenfalls beleuchten.

 

Ort: Festsaal der Synagoge

Eintritt: 5,00/3,00 Euro