„Ein Gerechter unter den Völkern“ – ein Abend in Erinnerung an Mietek Pemper

Regina Pemper im Gespräch mit Prof. Dr. Viktoria Hertling, Gründerin und ehemalige Direktorin des Center for Holocaust, Genocide & Peace Studies an der University of Nevada in Reno/USA, moderiert von Museumsleiterin Dr. Barbara Staudinger / 26. September 2018, 18.30 Uhr

Mietek Pemper (© Bernd-Ulrich Wagner)

Anlässlich des 25jährigen Erscheinens von Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ und des 110. Geburtstags von Oskar Schindler ist diesen April die neue Auflage von Mietek Pempers Buch „Der rettende Weg“ unter dem Titel „Wie es zu Schindlers Liste kam. Die wahre Geschichte“ erschienen.

Mietek Pemper wurde 1920 in Krakau geboren und ist 2011 in Augsburg gestorben. Er musste als jüdischer Lagerhäftling über anderthalb Jahre als persönlicher Stenograf für Amon Göth, den berüchtigten Kommandanten des Zwangsarbeitslagers und späteren KZ Krakau-Plaszów, arbeiten. Dank Pempers außerordentlichem
Mut und Intelligenz, konnte Oskar Schindler die berühmt gewordenen Listen schreiben lassen, die über 1.000 Jüdinnen und Juden das Leben retteten.

1958 kam Pemper nach Augsburg. Bei der Entstehung des Films wurde er zu einem wichtigen Berater Steven Spielbergs. Unermüdlich hatte er seit Erscheinen des Films vor Schulklassen von der außergewöhnlichen Rettung aus der Hölle der Menschenverachtung berichtet.

Die Universität Augsburg hat Mietek Pemper 2001 zum Akademischen Ehrenbürger ernannt. 2007 ehrte die Stadt Augsburg den vielfach Ausgezeichneten für seinen Einsatz zur deutschpolnischen und christlich-jüdischen Aussöhnung mit der Ehrenbürgerwürde. Die Trauerfeier fand 2011 in der Synagoge in Augsburg unter großer Anteilnahme statt.

An diesem Abend wird Prof. Dr. Viktoria Hertling, die Co-Autorin des Buchs, ausgewählte Passagen lesen und mit Regina Pemper, der Nichte Pempers und Enkelin von sog. „Schindler-Juden“, über ihren Onkel, die Entstehung des Buchs und wie es für Mietek Pemper nach dem Film weiterging, sprechen. Museumsleiterin Dr. Barbara Staudinger wird den Abend moderieren.

Nach der Lesung gibt es eine Signierstunde mit Prof. Dr. Viktoria Hertling. Im Anschluss wird zu einem Stehempfang geladen.

Bitte melden Sie sich bis zum 18. September an unter Tel. 0821 51 36 58 oder Mail: projektkoordination@jkmas.de.

 

Ort: Festsaal der Synagoge
Eintritt: 5,00/3,00 Euro