Die europäische Dimension des Holocaust (4): Der Holocaust in Jugoslawien

Vortrag von Dr. Sanela Schmid, Humboldt-Universität zu Berlin / 16. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Der Turm auf dem Messegelände in Belgrad im heutigen Zustand. Dort befand sich das Lagerkommando des Lagers Semlin. © privat

mit einer Einführung von Dr. Caroline Mezger, Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Die Geschichte des Holocausts in Jugoslawien sticht besonders dadurch hervor, da dort konzentriert alle Besonderheiten der europäischen Dimension des Holocausts angetroffen werden
können.

Nachdem Deutschland und seine Verbündeten Jugoslawien angegriffen, besiegt und anschließend in diverse Besatzungsgebiete aufgeteilt hatten, hing das Schicksal der jugoslawischen Jüdinnen und Juden vor allem davon ab, wo sie lebten.

Während sie aus Mazedonien und zum Teil aus dem Unabhängigen Staat Kroatien in die deutschen Vernichtungslager deportiert wurden, erschossen in Serbien Wehrmachtseinheiten die männlichen Juden vor Ort. Die meisten bosnischen Juden wurden hingegen in den Ustascha-Lagern vor Ort ermordet. Anhand persönlicher Schicksale werden die vielen Ausprägungen des Holocausts in Jugoslawien nachgezeichnet.

Die Referentin hat den Beitrag zu Jugoslawien im 14. Band von Die Verfolgung und Ermordung der Europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland (VEJ) verfasst.

eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

 

Ort: Festsaal der Synagoge

Eintritt: 5,00/3,00 Euro