An den Rändern der „Volksgemeinschaft“ – Frauenschicksale in der Strafanstalt Aichach 1933–1945

Vortrag von Dr. Franz Josef Merkl, Historiker / 21. Juni 2018, 19.30 Uhr

Vergessene Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung (3)

Eine Vortragsreihe im Rahmen der Augsburger ErinnerungsWerkstatt in Kooperation mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben und dem Evangelischen Forum Annahof

 

Unter den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung bilden Jüdinnen und Juden bzw. Menschen, die von den Nazis zu Juden erklärt wurden, die weitaus größte Gruppe. Ihre Zahl ist so groß und die Verbrechen, die an ihnen verübt wurden, sind so monströs, dass darüber lange Zeit nicht gesehen wurde, dass der NS-Staat alle Menschen verfolgte und oft auch ermordete, die nicht die gewünschten Verhaltensweisen zeigten oder dem erbbiologischen Ideal entsprachen: Obdachlose, Bettler, Prostituierte und Zuhälter ebenso wie als „Berufsverbrecher“ Stigmatisierte, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen oder zu „Erbkranken“ Erklärte.

Wir wollen mit dieser Vortragsreihe an die vergessenen Opfer erinnern. Expertinnen und Experten berichten, soweit möglich mit Augsburger Beispielen, über den Ablauf der Verfolgung, die daran beteiligten Einrichtungen und Behörden, die Perspektive der Opfer und den langen Weg bis zur Anerkennung als NS-Opfer.

Im dritten Vortrag am 21. Juni berichtet Dr. Franz Josef Merkl von Frauenschicksalen in der Strafanstalt Aichach 1933 bis 1945.

Ort: Annahof, Hollbau, Im Annahof 4 | Eintritt: frei

 

Weiterer Termin:

Prof. Dr. Annette Eberle, Katholische Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern:

Lange nicht wahrgenommen – die Opfer der nationalsozialistischen Zwangssterilisation

Donnerstag, 19.7.2018, 19.30 Uhr

 

Ort aller Vorträge: Annahof, Hollbau, Im Annahof 4

Eintritt: frei