Woran erinnern Objekte?

Ausstellungsrundgang mit Souzana Hazan / 25. April 2018, 17.00 Uhr

Seit dem 30. Januar zeigt das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben in seiner Zweigstelle Ehemalige Synagoge Kriegshaber die neue Wechselausstellung Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung? Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber.

Die von Dr. Felicitas Heimann-Jelinek, Wien, Museumsleiterin Prof. Dr. Benigna Schönhagen und Museumsmitarbeiterin Souzana Hazan kuratierte Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsidenten des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Dr. Josef Schuster.

Für die Ausstellung im ältesten erhaltenen jüdischen Gotteshaus in Bayerisch-Schwaben, das heute ein Jüdisches Museum ist, sind kostbares Tora-Silber, wertvolle synagogale Textilien, seltene Manuskripte und andere Judaica, die in der NS-Zeit in alle Welt verstreut wurden, vier Monate lang in ihre Heimat Kriegshaber zurückgekehrt. Hier erinnern die 23 Objekte an die religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieser einstigen jüdischen Vorstadtgemeinde.

Wer waren Auftraggeber, Produzenten und Stifter jüdischer Ritualobjekte? Warum wurden diese Judaica von Einzelpersonen oder Familien der jüdischen Gemeinde in Kriegshaber oder Pfersee gestiftet? Welche Geschichten und verschlungenen Wege verbergen sich hinter den einzelnen Objekten?

Bei dem Rundgang durch die kulturhistorische Ausstellung beantwortet Mitkuratorin Souzana Hazan diese Fragen und zeigt an ausgewählten Exponaten, welche vielfachen Bedeutungsdimensionen von Erinnerung diesen eingeschrieben sind.

Eine vorherige Anmeldung  ist nicht notwendig.

 

Ort: Museumsdependance Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg

Für den Eintritt und die Führung fällt eine Gebühr von 6,00 Euro, für SchülerInnen und Studierende von 3,00 Euro an.

 

 

Foto: Siebdrucke an der Wand halten die Erinnerung an die Objekte über die Dauer der Ausstellung hinaus in der ehemaligen Synagoge fest. Der Siebdruck des Einhorns zeigt ein Detail aus der Kissenplatte für die Beschneidung, Süddeutschland 1614; Jüdisches Museum der Schweiz, Basel. (© des Siebdrucks: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben)