„Wohltätigkeit errettet vor dem Tod.“ Armenfürsorge und Stiftungen im deutschsprachigen Judentum

Vortrag von PD Dr. Martha Keil, St. Pölten / 2. Mai 2018, 19.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Wechselausstellung

Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung?

Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber

 

Seit der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 christlicher Zeitrechnung ist Wohltätigkeit eine der Handlungen, die das Opfer ersetzen. Die Versorgung von Bedürftigen einerseits und Stiftungen für religiöse und weltliche Zwecke andererseits gehören vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu den grundlegenden Aufgaben und Anliegen jüdischer Gemeinden und Individuen. Sie spielen auch in der aktuellen Ausstellung des Jüdischen Kulturmuseums in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber eine besondere Rolle.

Dokumente und Lebenserinnerungen, aber auch Ritualgegenstände beleuchten die umfassende Kultur des Spendens und Stiftens, die von jüdischen Männern und Frauen aus religiösen wie auch aus sozialen und politischen Motiven gestaltet wurde.

Die Historikerin und Judaistin Martha Keil leitet das Institut für jüdische Geschichte Österreichs in St. Pölten und ist Senior Scientist am Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien.

Kurzführung durch die Ausstellung vor dem Vortrag: 18.45 – 19.30 Uhr

 

Ort: Museumsdependance Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Ulmer Str. 228, 86156 Augsburg

Eintritt: 5,00/3,00 Euro

 

 

Foto: Zedakabüchse mit hebräischer Abkürzung für „Gabe im Geheimen“, St. Pölten, um 1880. (© Josef Vorlaufer, St. Pölten)