Was bleibt von den Jeckes? Mythen, Sehnsuchtswelten, Klischees

Vortrag von Dr. Anja Siegemund, Berlin / 24. April 2018, 19.00 Uhr

Assoziationen von Vergangenem und gerade noch Gegenwärtigem kommen beim Thema „Jeckes“ – jener aus dem deutschen Sprach- und Kulturraum nach 1933 ins Mandatspalästina migrierten Juden – zuhauf in den Sinn. An Orten wie der einstmals auch im Hebräischen so firmierenden Tel Aviver „Ben Jehuda Strasse“ oder der Gegend auf dem Carmel in Haifa mit Deutsch als Umgangssprache, sind heute jeckische Spuren nur noch in minimalen Resten vorhanden.

Der Vortrag schlägt jedoch einen Bogen auch zu ganz anderen Tradierungen der Jeckes und fragt nach ihrem weltanschaulichen „Erbe“. Ebenso sollen nostalgische Sehnsuchtswelten hinterfragt werden: Warum sind uns die Jeckes ein Faszinosum?

Dr. Anja Siegemund leitete von 2009 bis 2015 das Leo Baeck Institut Jerusalem. Seit 2015 leitet sie die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.

 

Ort: Festsaal der Synagoge, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg

Eintritt: 5,00/3,00 Euro

 

 

Foto: Max Kurrein am Strand von Haifa mit Familie und Freunden (1946), aufgenommen von Ina Dimon, Haifa. (© Ina Dimon)