„… so kam es doch zu eigentlichen Discussionen blos in dem Oberdonau- und in dem Rezatkreise.“ Reformrabbiner in (Neu-)Bayern

Vortrag von Moritz Bauerfeind, M.A., Jüdisches Museum Frankfurt a. M. / 1. März 2018, 19.30 Uhr

Nach den Napoleonischen Kriegen bekam Bayern Zuwachs – und mit den neuen Gebieten in Schwaben und Franken verzehnfachte sich die jüdische Bevölkerung des neuen Königreichs. Während der Staat versuchte, darauf mit erzieherischer und repressiver Gesetzgebung zu reagieren, suchten reformorientierte Gemeinderabbiner eigene Wege.

Im Rahmenprogramm zur aktuellen Wechselausstellung Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung? Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber stellt Moritz Bauerfeind den Kriegshaberer Rabbiner Aron Guggenheimer zusammen mit Rabbiner Isaak Loewi aus Fürth und Samson Wolf Rosenfeld aus Bamberg vor. Ihr Leben und Wirken war geprägt von den Fragen nach Integration und Identität, sie beschäftigten sich aber auch mit Maulwurfsplagen und den Tücken der Bratwurst. Mehr als 150 Jahre später, im angespannt-vereinten Europa sind ihre Fragen aktueller denn je.

Vor dem Vortrag gibt es eine Kurzführung durch die Ausstellung: 18.45 – 19.30 Uhr

 

Ort: Museumsdependance Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Seminarraum, Ulmer Str. 228, 86156 Augsburg

Eintritt: 5,00/3,00 Euro

 

 

Foto: Das Königreich Bayern, Karte von C. F. Hammer, 1830; (c) Historisches Lexikon Bayern, online