Schullektüre zur Schoa

Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien, mit Dr. Ulrike Schrader, Wuppertal / 25. April 2018, 14.00–17.00 Uhr

Ein Jugendbuch zu finden, das Schülerinnen und Schüler altersgerecht an die Schoa heranführt, ist nicht einfach. Gute Schullektüre zu diesem Thema muss vielfältigen Ansprüchen gerecht werden. Nicht alle angebotenen Werke erfüllen diese.

Ein Beispiel hierfür ist „Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter, mit dem unzählige Jugendliche zum ersten Mal mit dem Thema Nationalsozialismus in Kontakt kamen. Das Buch wurde schon in den 1980er Jahren von ausgewiesenen Literaturwissenschaftlern scharf kritisiert, da es antisemitische Vorurteile reproduziert und apologetische Muster beinhaltet.

Die Lehrerfortbildung beginnt mit einer fragenden und prüfenden Analyse dieses Schulbuchklassikers. Daran anknüpfend werden gemeinsam Maßstäbe an die literarische und inhaltliche Qualität einer Lektüre zum Nationalsozialismus im Unterricht erarbeitet. Zum Abschluss werden empfehlenswerte Bücher vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Die Fortbildung richtet sich an alle interessierten Lehrkräfte der Fächer Deutsch, Geschichte, Religion, Ethik und Sozialkunde. Geleitet wird sie von der Literaturwissenschaftlerin Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge in Wuppertal. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Kinder- und Jugendliteratur zu den Themen Nationalsozialismus und Judentum.

Download

 

Ort: Jüdisches Kulturmuseum

Teilnehmerzahl: mind. 5, max. 25 Personen

Teilnahme kostenlos

Nähere Informationen und Anmeldung unter Tel. 0821 – 51 36 39.

 

 

Foto: Dr. Ulrike Schrader (© Eduard Urssu)