Jeremia – Der politische Prophet wider Willen

LEHRHAUS mit Rabbiner Jehoschua Ahrens, Darmstadt / 26. Juni 2018, 19.00 Uhr

STRÖMUNGEN im Judentum (21)

Im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben wird in diesem Jahr das 2017 begonnene LEHRHAUS „Lernt Gutes tun“ (Jes 1,17) – Die Botschaft der hebräischen Propheten für unsere Zeit fortgesetzt.

Trauer Jerusalems, Stich von Gustav Doré zu Jeremia 39,8, Die heilige Schrift der Israeliten in deutscher Übertragung von Dr. Ludwig Philippson, Stuttgart 1874; Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben.

Kaum ein anderer Prophet in der jüdischen Tradition ist so tragisch wie Jeremia, dem der zweite Vortrag in diesem Halbjahr gewidmet ist. Er widersetzte sich vehement der Berufung zum Propheten, gab aber schließlich nach und wurde zu einem kompromisslosen Kritiker des politischen und gesellschaftlichen Establishments seiner Zeit. Damit machte er sich viele Feinde und brachte sein Leben in Gefahr.

Jeremia wollte durch die schonungslose Wahrheit aufrütteln und das jüdische Volk schützen, doch die Leute hassten ihn für diese Wahrheit und setzten lieber auf falsche Propheten, die das sagten, was die Menschen hören wollten. Schließlich musste er den Untergang des jüdischen Staatswesens miterleben, vor dem er so sehr gewarnt hatte.

Jehoschua Ahrens ist Rabbiner in Darmstadt.

 

Ort: Jüdisches Kulturmuseum / Festsaal der Synagoge, Halderstr. 6-8, 86150 Augsburg

Eintritt: 5,00/3,00 Euro

 

Foto: © Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben