Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe

Eine Ausstellungsreihe des Jüdischen Kulturmuseums

In der Ausstellungsreihe „Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe“ hat das Jüdische Kulturmuseum erstmals die gesamte Geschichte einer jüdischen Gemeinde in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nachgezeichnet. Unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Charlotte Knobloch hat das Museum in vier Teilen 70 Jahre jüdische Geschichte in Augsburg nach dem Holocaust aufgearbeitet.

Band 1: Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe

Andrea Sinn (2012), GEHEN? oder BLEIBEN! Lebenswelten osteuropäischer und deutscher Juden in der Nachkriegszeit, 1945 – 1950

Band 1 aus der Reihe „Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe“, hrsg. vom Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Augsburg 2012, 88 Seiten, farbige Abbildungen, dt./engl., ISBN: 978-3-9814958-0-5

„GEHEN? oder BLEIBEN! Lebenswelten osteuropäischer und deutscher Juden in der Nachkriegszeit, 1945 – 1950“ ist der Begleitkatalog zum Teil 1 der 4-teiligen Wechselausstellungsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben, die die Entwicklungen der jüdischen Gemeinschaft in Augsburg von 1945 bis heute in den Blick nimmt. Die vorliegende Veröffentlichung beleuchtet die Zeit von 1945 – 1950. Wenig bewusst ist noch immer, dass damals so viele Juden in Bayern lebten wie nie zuvor. Im Land der Mörder zu bleiben, schien den meisten Überlebenden undenkbar und wurde doch, solange sie darauf warten mussten, dass der Staat Israel gegründet wurde und andere Staaten sie aufnahmen, vorübergehend zu ihrer Realität. Auch für die meisten der in Augsburg gestrandeten Juden war die Stadt mit ihren zwei erhalten gebliebenen Synagogen nur eine zufällige Durchgangsstation, die 1948 mit der Auswanderung endete. Zurück blieben diejenigen, die die Bedingungen der Aufnahmeländer nicht erfüllen konnten, weil Ihre Kraft und ihre Gesundheit in den Lagern aufgebraucht waren. Dingliche Überreste aus dieser Zeit des Mangels und des Übergangs gibt es kaum und so werden hier flüchtige Momentaufnahmen von einem Leben im Übergang nachgezeichnet, in dem Augsburg auf unterschiedliche und widersprüchliche Weise zum Ausgangspunkt in eine neue jüdische Zukunft wurde. Die Erinnerungen von DPs (Displaced Persons), denen Augsburg zeitweilig zur unfreiwilligen Heimat wurde, werfen ein neues Licht auf die Stadt in der Nachkriegszeit.

Preis: 14,- € zzgl. Versandkosten

Ihre Bestellung richten Sie bitte an das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg, Tel. 0821-513658, Fax 0821-513626 oder an office@jkmas.de

Band 2: Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe

Andrea Sinn (2013), Zukunft im Land der Täter? Jüdische Gegenwart zwischen „Wiedergutmachung“ und „Wirtschaftswunder“, 1950 – 1969

Band 2 aus der Reihe „Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe“, mit Erinnerungen von Hella Goldfein und Michael Melcer, von Benigna Schönhagen für das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Augsburg 2013, 96 Seiten, farbige Abbildungen, dt./engl., ISBN: 978-3-9814958-3-6

Zukunft im Land der Täter? Jüdische Gegenwart zwischen „Wiedergutmachung“ und „Wirtschaftswunder“, 1950 – 1969 ist der Begleitkatalog zu Teil 2 der 4-teiligen Wechselausstellungsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben, die die Entwicklungen der jüdischen Gemeinschaft in Augsburg von 1945 bis heute vorstellt. Die vorliegende Veröffentlichung beleuchtet die Zeit von 1950 – 1969. Sie zeichnet den Aufbau jüdischen Lebens in einer weitgehend gleichgültigen Umwelt nach. Individuelle Beispiele geben Einblicke in das zermürbende Ringen um „Wiedergutmachung“ und Rückerstattung des geraubten Besitzes. Im Aufschwung des „Wirtschaftswunders“ gelangen manchen Augsburger Juden ein wirtschaftlicher Neustart und eine allmähliche gesellschaftliche Integration. Andere Überlebende fanden nie aus dem Schatten der Vergangenheit heraus. Die traumatischen Erlebnisse der Eltern belasteten auch die zweite Generation der Überlebenden, die höchst unterschiedliche Antworten auf die Frage fand, ob und wie sie in Deutschland leben wollten. Davon erzählen eindrücklich zwei Erinnerungen von ehemaligen Augsburgern an ihre Kindheit und Jugend in dieser Zeit. Nur langsam schwand das Gefühl, auf gepackten Koffern zu sitzen.

Preis: 14,- € zzgl. Versandkosten

Ihre Bestellung richten Sie bitte an das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg, Tel. 0821-513658, Fax 0821-513626 oder an office@jkmas.de

 

Band 3: Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe

Marc Wrasse (2014), Fremd im eigenen Land? Zwischen Synagoge und Museum: die jüdische Gemeinde Augsburg, 1969 – 1990

Band 3 aus der Reihe „Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe“, hrsg. von Benigna Schönhagen für das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Augsburg 2014, 96 Seiten, farbige Abbildungen, dt./engl., ISBN: 978-3-9814958-6-7

Fremd im eigenen Land? Zwischen Synagoge und Museum: die jüdische Gemeinde Augsburg, 1969 – 1990 ist der Begleitkatalog zu Teil 3 der 4-teiligen Wechselausstellungsreihe des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben, die die Entwicklungen der jüdischen Gemeinschaft in Augsburg von 1945 bis heute vorstellt. Die vorliegende Veröffentlichung beleuchtet die Zeit der 1970er und 1980er Jahre, in der eine neue Generation herangewachsen war. Angesichts der Ignoranz der Mehrheitsgesellschaft und der Ambivalenz ihrer Eltern hieß ihre Frage: „Fremd im eigenen Land?“ Während einige dies Dilemma mit ihrer Einwanderung nach Israel zu lösen versuchten, traten andere mit dem gesellschaftlichen Aufbruch dieser Jahre vorsichtig aus dem Schatten der Shoa heraus und entwickelten eine kritische Identität als junge Juden in Deutschland. Die Gespräche mit zwei Generationen der Augsburger Gemeinde, den Eltern von damals und den Kindern von damals, bildeten den Schlüssel für die Ausstellung. Die Geschichte, von der hier berichtet wird, ist die einer erfolgreichen, aber unwahrscheinlichen Integration und erinnert an die Spannungen und Gegensätze, die das jüdische Leben in Augsburg in dieser Zeit bestimmt haben. Themen sind unter anderem die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Augsburg sowie die Restaurierung der Synagoge und die Neugründung des Museums.

Preis: 14,- € zzgl. Versandkosten

Ihre Bestellung richten Sie bitte an das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg, Tel. 0821-513658, Fax 0821-513626 oder an office@jkmas.de

 

Band 4: Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe

Marc Wrasse und Dr. Benigna Schönhagen (2016), Im Übergang. Jüdische Gegenwart, 1990-2010

Band 4 aus der Reihe „Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe“, hrsg. von Benigna Schönhagen für das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Augsburg 2016, 116 Seiten, farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-9816601-1-1

In der Ausstellungsreihe „Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe“ hat das Jüdische Kulturmuseum erstmals die gesamte Geschichte einer jüdischen Gemeinde in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nachgezeichnet. Unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Charlotte Knobloch hat das Museum in vier Teilen 70 Jahre jüdische Geschichte in Augsburg nach dem Holocaust aufgearbeitet. Den Abschluss bildete die Ausstellung Im Übergang. Jüdische Gegenwart, 1990 – 2010, zu der ein deutscher Katalog mit russischem Einleger erschienen ist. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der unterschiedlichen Einwanderergenerationen, mit denen Video-Interviews geführt wurden, die auch im Katalog großen Raum bekommen haben. Sie zeigen die Vielfalt des modernen jüdischen Lebens, das noch immer ein Leben im Übergang ist – in Augsburg wie in Bayern und Deutschland.

Preis: 15,- € zzgl. Versandkosten

Ihre Bestellung richten Sie bitte an das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg, Tel. 0821-513658, Fax 0821-513626 oder an office@jkmas.de