Auf jüdischen Spuren durch Schwaben (3): Im Illertal. Altenstadt, Osterberg, Krumbach-Hürben, Fellheim und Memmingen

EXKURSION/ 10. Mai 2017

mit Dr. Benigna Schönhagen, Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben

Seit der Frühen Neuzeit lebten Juden auch in diesem Teil des heutigen Regierungsbezirks Bayerisch-Schwaben, der früher zu verschiedenen Herrschaften gehörte. Nur in Memmingen ist eine jüdische Gemeinde schon für das späte Mittelalter belegt. Nach dem Ende des 30-jährigen Kriegs entwickelten sich bemerkenswert große jüdische Gemeinden. Im 18. Jahrhundert stellten
sie in manchen Orten die Hälfte der jeweiligen Ortsbevölkerung, in Fellheim waren es um 1810 knapp 70 Prozent. Diese in anderen Teilen des damaligen Reichs ungewohnte Situation lässt sich bis heute an auffallend repräsentativen Synagogenbauten ablesen. Noch immer ist die urbane Kultur der jüdischen Bevölkerung an städtisch geprägten Straßenzügen in den Dörfern zu erkennen. Ortsrundgänge, Friedhofsbesichtigungen sowie der Besuch des Mittelschwäbischen Heimatmuseums mit einer rekonstruierten Laubhütte und der jüngst renovierten ehemaligen Synagoge in Fellheim machen mit der wechselvollen jüdischen Geschichte dieser Region vertraut und führen unterschiedliche Beispiele von Erinnerungskultur vor Augen.

eine Veranstaltung zusammen mit dem Evangelischen Forum Annahof
und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Augsburg
und Schwaben e.V.

Abfahrt: 8.00 Uhr am Hauptbahnhof Augsburg,
Rückkehr gegen 19.00 Uhr

Der Flyer informiert über die Details der Exkursion und Anmeldung.

Flyer_Exkursion_Jüdisches_Schwaben 3_final