Am Ende der Bubertät. Juden im Weltkrieg

VORTRAG/ 28. Mai 2017, 17.00 Uhr

Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Bloomington (USA)/Augsburg

Martin Buber war das charismatische Zentrum der jüdischen Jugend zu Beginn des Weltkriegs. Seine Faszination für ein authentisches Judentum in Osteuropa versprach eine neue Einheit der Juden in Europa und eine neue – positive – jüdische Identität. Aber wie fast alle deutschen Juden gehörte auch er zu den enthusiastischen Unterstützern des Weltkrieges. Damit machte er sich zur Zielscheibe junger Zionisten, die in ihrer oppositionellen Haltung zum Krieg und ihrer Radikalität den verehrten Buber massiv in Frage stellten.
Der Vortrag, der die Ausstellung zu seiner Ehefrau Paula Buber in der Museumsdependance beendet, folgt dieser Auseinandersetzung bis zur deutschen Revolution, in der – überraschend – Buber sich selbst zur Radikalität bekannte.

Mirjam Zadoff, Indiana University Bloomington, hat im Sommersemester
2017 die neu geschaffene Gastprofessur für Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg inne.

Ort: Pfarrheim Heiligste Dreifaltigkeit, Ulmer Straße 195a, gegenüber der ehemaligen Synagoge
Eintritt: 5,00/3,00 Euro