Die lange Reise. Bilanz und Perspektiven der Einwanderung russischsprachiger Juden nach Deutschland 1990-2016

VORTRAG/ 28. September 2016, 19.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung „Im Übergang. Jüdische Gegenwart, 1990-2010.“

Prof. Dr. Doron Kiesel, Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, Berlin.

F_Doron KieselAls sich Ende der 1980er Jahre die politische Weltlage radikal veränderte und die ehemalige Sowjetunion auflöste, eröffnete sich für die sowjetischen Juden die Chance, auszuwandern und sich auf einen biografischen Neuanfang in Israel oder in einem anderen westlichen Staat einzulassen. Über 200.000 Juden entschieden sich, Deutschland zu ihrem Lebensmittelpunkt zu wählen. Die Zahl der jüdischen Gemeinden nahm zu und die bestehenden Gemeinden reagierten auf den demographischen und kulturellen Wandel zunächst euphorisch, später aber auch nicht selten irritiert oder überfordert.

Prof. Dr. Doron Kiesel ist wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er wird nach mehr als 25 Jahren sowohl einen kritischen Rückblick auf das beeindruckende Integrationsprojekt werfen, als auch der Frage nachgehen, vor welchen Herausforderungen die jüdische Gemeinschaft in Deutschland in Zukunft stehen wird.

Ort: Festsaal
Eintritt: 5,00/3,00 Euro

 

Bild: privat