Jüdisches Regensburg

Sommerexkursion des Museums / 19. Juli 2015

Dr. Benigna Schönhagen, Museumsleiterin

Die jüdische Geschichte Regensburgs reicht bis in das 10. Jahrhundert zurück. Das jüdische Viertel, das sich rund um den Neupfarrplatz entwickelte, ist die älteste urkundlich erwähnte Ansiedlung von Juden in Deutschland. Es bestand über 500 Jahre, bis die Juden 1519 aus Regensburg vertrieben wurden. Im Zuge dessen wurde auch die mittelalterliche Synagoge abgerissen und mit einer Kapelle überbaut. Ihren einstigen Grundriss veranschaulicht heute ein Bodenrelief des israelischen Künstlers Dani Karavan. Die bei Ausgrabungen wiederentdeckten Baureste sind im document Neupfarrplatz zu sehen. An die Judenfeindschaft im Mittelalter erinnern zudem die Schandfigur am Regensburger Dom und die in Häuserfassaden eingemauerten jüdischen Grabsteine.
Neben diesen frühen Zeugnissen jüdischen Lebens nimmt der Stadtrundgang auch Orte in den Blick, die vom Leben der Juden im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert erzählen. Wie immer wird auch das Erinnern an die jüdische Gemeinde und ihr gewaltsames Ende ein Thema sein.

F38_Regensburg_Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Kosten: 49,00 Euro
Anmeldung bis 1. Juli 2015.
Faltblatt Regensburg final