Integriert, aber nicht zugehörig?

ZEITZEUGENGESPRÄCH. Marc Wrasse im Gespräch mit Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern /
29. Oktober 2014, 19.30 Uhr


SONY DSCWährend im Nachkriegsdeutschland die formale Integration der Juden in die Gesellschaft weitgehend gelang, war ihr soziales Leben jahrzehntelang von Zurückgezogenheit, Misstrauen und Isolation geprägt. Die Vorstände der Kultusgemeinden und der Zentralrat der Juden arrangierten sich mit der Politik, sahen für die heranwachsende Generation aber meist keine Zukunft in einer Umgebung, die mit einer Mischung von schlechtem Gewissen, Gleichgültigkeit und Ignoranz auf die jüdische Gegenwart blickte. Im Gespräch mit dem Kurator der Ausstellung erinnert Ellen Presser an die Situation in ihrer Jugend und berichtet über ihre Erfahrungen als Erwachsene im letzten Jahrzehnt der alten Bundesrepublik.

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Fremd im eigenen Land? Zwischen Synagoge und Museum: die jüdische Gemeinde Augsburg, 1969 – 1990.

Ort: Festsaal
Eintritt: 5,00/3,00 Euro