Impulse zur Lutherdekade: Martin Luther und die Juden

Vortrag von Prof. Dr. theol. Dr. phil. h.c. Peter von der Osten-Sacken, bis 2005 Professor für Neues Testament und Christlich-Jüdische Studien an der Humboldt-Universität Berlin/07.02.2013, 19:30 Uhr

Wie ein Stern, der noch immer leuchtet, selbst wenn er längst verglüht ist, so scheint Luthers traktat „daß Jesus Christus ein geborner Jude sei“ von 1523 in die dunkle Spätphase seines Wirkens in den 1540er Jahren, als Zorn und Hass gegen die Juden die Feder führen. Wie passen diese Phasen seines Wirkens zusammen? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Einstellung Luthers zu Juden und Judentum in den verschiedenen Stadien seines Wirkens. Er spürt den jeweiligen Gründen für das Reden und Handeln des Reformators nach, mündet in eine Würdigung der ermittelten Tatbestände ein und fragt nach Konsequenzen für Kirche und Theologie.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Augsburg und Schwaben e.V.

Veranstaltungsort: Hollbau, Im Annahof 4.
Eintritt 5,00 / 3,00 Euro