Band 5 LEBENSLINIEN. Deutsch-jüdische Familiengeschichten

Monika Müller, „Es ist ein hartes Los, das uns getroffen hat.“ Der Weg der Familie Einstein aus Kriegshaber (dt./engl.)

Im fünften Band der Reihe „LEBENSLINIEN. Deutsch-jüdische Familiengeschichten“ geht es um den Weg der Familie Einstein aus Augsburg-Kriegshaber. Die Zeitzeugin Liese Fischer, geb. Einstein aus Silver Spring / Maryland war im November 2012 zu Gast in Augsburg und hat über das Schicksal ihrer Familie berichtet.
Liese Fischer wurde 1925 in eine angesehene jüdische Familie hineingeboren. Ihr Vater Moriz Einstein führte mit fünf seiner sieben Brüder die Viehhandlung „Gebrüder Einstein“ in Kriegshaber, die bis zur NS-Zeit zu den führenden Viehhandelsunternehmen in Schwaben zählte. Nach der NS-Machtübernahme erfuhren Liese Fischers Eltern trotz der staatlichen Diskriminierung in ihrem persönlichen Umfeld weiterhin so viel Respekt, dass sie sich nicht ernsthaft gefährdet  fühlten. Die Ereignisse im November 1938 machten den Einsteins jedoch ihre bedrohte Existenz bewusst. Trotz intensiver Bemühungen  gelang es ihnen jedoch nicht, ein Auswanderungsland zu finden, das die ganze Familie aufnahm. Sie konnten nur ihre beiden Kinder Liese und Siegbert mit einem sog. Kindertransport im Juli 1939 nach Großbritannien in Sicherheit bringen. Sie wurden im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Liese Einstein ging nach dem Krieg in die USA, wo für sie ein neues Leben begann.

Monika Müller: „Es ist ein hartes Los, das uns getroffen hat.“ Der Weg der Familie Einstein aus Augsburg-Kriegshaber. (LEBENSLINIEN. Deutsch-jüdische Familiengeschichten, Bd. 5)  hrsg. von Benigna Schönhagen für das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben, Augsburg 2012, 96 Seiten,  farbige Abbildungen, ISBN: 978-3-9814958-1-2

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