Zeitzeugengespräch: Leben im Wartesaal

Augsburg als Zwischenstation jüdischer Überlebender der Shoa aus Osteuropa/10.05.2012, 19:30 Uhr

Dr. Esther Fritsch und Professor Hanoch Gutfreund, Kinder der beiden Vorsitzenden der ehemaligen osteuropäischen jüdischen Gemeinde in Augsburg, berichteten im Gespräch mit der Museumsleiterin Dr. Benigna Schönhagen und der Kuratorin Dr. des. Andrea Sinn von dem Weg nach Augsburg, ihren Erinnerungen an die Nachkriegszeit in der Stadt und der darauf folgenden Auswanderung ihrer Familien.
Obgleich sie damals noch Kinder waren, haben sie doch die Zwiespältigkeit ihrer Eltern miterlebt, die auf der einen Seite eine jüdische Gemeinde in Augsburg mit aufbauten und sich andererseits doch sicher waren, dass sie nicht auf Dauer in Deutschland bleiben wollten. Das Gespräch bot die seltene Gelegenheit, Menschen zuzuhören, die ein Teil dieses heute fast in Vergessenheit geratenen Kapitels der deutsch-jüdischen Geschichte waren.

Die Veranstaltung war Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung “Gehen? oder Bleiben! Lebenswelten osteuropäischer und deutscher Juden in der Nachkriegszeit, 1945-1950″ vom 09.05.-26.08.2012 im Jüdischen Kulturmuseum.