„Die Reichtümer, die sie hatten, haben wir ihnen abgenommen“ – Der NS-Staat und das Vermögen der Juden

Vortrag von PD Dr. Christiane Kuller, Historisches Seminar der LMU München/12.06.2012, 19 Uhr

Mit der Deportation der Juden in den Osten war der Raub ihres gesamten Hab und Guts verbunden. Finanzbeamte führten diese „Aktion 3“ genannte Beraubung mit bürokratischer Konsequenz durch. Sie bildete den Höhepunkt wirtschaftlicher Verfolgungsmaßnahmen, mit denen Finanzbehörden seit 1933 auf das Vermögen der Juden zugriffen.
Der Vortrag richtete sein Augenmerk auf die konkrete Verwaltungspraxis. Er zeigte, dass die beteiligten Finanzbeamten nicht nur Buchhalter einer in Gesetzesform gegossenen Unrechtspolitik waren, sondern Handlungsspielräume nutzten und eigene Initiativen entfalteten.

Eintritt 5,00/3,00 Euro.

Im Rahmen des Programmschwerpunktes “Vor 70 Jahren. Evakuiert in den Osten”

Pressestimmen: Artikel in der Augsburger Allgemeinen 16.06.2012 lesen