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03.03.2010, 19.30 Uhr
Synagoga, scola judeorum, judenschul. Die Synagoge und ihre Architektur im Mittelalter
Vortrag von Dr.-Ing. Simon Paulus (Fachgebiet Baugeschichte, TU Braunschweig)
Begleitprogramm zur aktuellen Wechselausstellung „Und ich wurde Ihnen zu einem kleinen Heiligtum…“ Synagogen in Deutschland
Als Ort des Gebets und der Versammlung der Gemeinde bildete die Synagoge im Mittelalter den baulichen und spirituellen Mittelpunkt jüdischen Lebens in der Stadt. Für die Juden Zuflucht und religiöse Heimstätte in der Diaspora, wurden die Bauten nicht selten zum Schauplatz grausamer Verfolgungen und willkürlicher Machtdemonstrationen von Seiten der christlichen Umwelt. In der Architektur der Gebäude spiegeln sich das Selbstverständnis und die Stellung der jüdischen Bevölkerung im baulichen und gesellschaftlichen Gefüge der mittelalterlichen Stadt wider. Geprägt durch die funktionalen Anforderungen des jüdischen Kultus und wesentlich bestimmt durch die Einflüsse und Einschränkungen der Umgebung, zeigt sich im innen- und außenräumlichen Erscheinungsbild dieser Bauten eine eigene Ausprägung mittelalterlicher Sakralarchitektur.
Simon Paulus, geb. in München, Architekturstudium an der TU Braunschweig, Architekturhistoriker an der TU Braunschweig und Lehrbeauftragter für Architekturgeschichte und –theorie an der Münster School of Architecture, Mitarbeit an zahlreichen Forschungsprojekten zur Dokumentation jüdischer Ritualbauten in Deutschland und Österreich, 2005 Promotion über die Architektur der aschkenasischen Synagoge im Mittelalter.
Eintritt: 5,00 / 3,00 (ermäßigt) Vor dem Vortrag findet um 18 Uhr eine öffentliche Führung mit Dr. Simon Paulus durch die Wechselausstellung statt.
In Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
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