13.05.2009, 19.00 Uhr

Vortragsreihe "Neues aus der Forschung zur jüdischen Geschichte"


Vortrag

"Grenzen der Toleranz." Die jüdischen Gemeinden im Fürstentum Pfalz-Neuburg während des 18. Jahrhunderts.


Akzeptanz und Ablehnung, Toleranz und Vertreibung prägten die Existenz jüdischen Lebens in der Frühen Neuzeit und bildeten einen spannungsreichen Hintergrund bis ins 18. Jahrhundert hinein, dem aufklärerisches Denken ebenso wenig fremd war wie erste Emanzipationsdiskurse. In Pfalz-Neuburg etwa kontrastieren einige Dekaden jüdisch-christlicher Koexistenz im 18. Jahrhundert scharf mit der Austreibung der jüdischen Bevölkerung in den Jahren 1740 bis 1742.

Monika Müller, Guide am Jüdischen Kulturmuseum, schreibt zur Zeit am Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte der Universität Augsburg eine Dissertation über die Juden in Pfalz-Neuburg.

Mit diesem Vortrag startet das JKM eine neue Vortragsreihe, in der Ergebnisse neuerer Forschungen zur jüdischen Geschichte, insbesondere Süddeutschlands vorgestellt werden sollen, nachdem die im Februar 2009 zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, dem Münchner Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur und der Landesgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt durchgeführte Tagung zur jüdischen Geschichte in Schwaben großen Anklang gefunden und breites Interesse an der jüdischen Geschichte gezeigt hat.

Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Eintritt frei.




Titelblatt einer anlässlich der Judenausweisung aus Monheim gehaltenen Predigt von Georg Claudius Hilarius Kirchbaur, Neuburg 1741 (Stadtarchiv Neuburg). Copyright © JKMTitelblatt einer anlässlich der Judenausweisung aus Monheim gehaltenen Predigt von Georg Claudius Hilarius Kirchbaur, Neuburg 1741 (Stadtarchiv Neuburg).