Oberbürgermeister Dr. Gribl in der Ausstellung

Am Mittwoch, den 16. Mai konnte Museumsleiterin Prof. Dr. Benigna Schönhagen den Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber begrüßen.

Die Museumsleiterin zeigt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl die Schenkungsurkunde des „Israelitischen Wohlthätigkeits-Vereins zu Kriegshaber“ von 1876, die sich heute im Besitz des Jüdischen Museums Wien befindet.

Der Oberbürgermeister besuchte die aktuelle Wechselausstellung Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung? Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber, die das Jüdische Kulturmuseum noch bis zum 17. Juni zeigt. Gribl, der selbst in dem Augsburger Stadtteil Kriegshaber aufwuchs und die ehemalige Synagoge noch in dem Zustand vor der Sanierung kennt, war fasziniert von dem erinnerungskulturellen Konzept der Ausstellung und von den Objekten, die aus der ganzen Welt für einige Monate an ihren Herkunftsort zurückgekehrt sind. Dass Siebdrucke nach dem Abbau der Ausstellung an der Wand bleiben und zukünftige Besucherinnen und Besucher mit Bild und kurzer Erläuterung an die Judaica erinnern, fand er eine überzeugende Idee.

Nach dem Besuch des Oberbürgermeisters gab es am gleichen Tag noch eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer sowie eine Führung für Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg durch die Wechselausstellung. Die Museumsleiterin führt jedes Jahr Gemeindemitglieder mit russischer Übersetzung durch eine Ausstellung des Museums oder auf einem Stadtrundgang. Begeistert hörten sich die TeilnehmerInnen die Geschichten, die sich hinter den einzelnen Objekten verstecken, an. Sie bedankten sich bei der Museumsleiterin mit einem Blumenstrauß und schrieben ins Besucherbuch: „[…] Das war wunderschön, wir alle sind begeistert. Es bleibt bei uns in Erinnerung“.

Die Museumsleiterin erläutert den Mitgliedern der IKG Schwaben-Augsburg die Geschichte hinter dem Hauptexponat der Ausstellung: einem Tora-Vorhang von 1723/24, heute im Besitz des Israel Museum in Jerusalem.

Wir freuen uns über die Anerkennung und laden auch Sie gerne ein, noch bis zum 17. Juni die Ausstellung zu besuchen. Die nächste öffentliche Führung durch Mitkuratorin Souzana Hazan gibt es am 3. Juni um 15.00 Uhr. Das weitere Begleitprogramm inkl. eines interdisziplinären Gesprächs zum Thema Erinnerung sowie ein Konzert finden Sie hier.

 

Fotos: Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben