Die vergessenen Kinder von Strüth. Ein jüdisches Waisenhaus in Franken

Filmabend mit Jim G. Tobias, Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V./12.07.2012, 19:30 Uhr

Nach dem Zweiten Weltkrieg organisierten zionistische Gruppen von Osteuropa aus Kindertransporte nach Palästina. Im Frühjahr 1946 strandeten über 300 meist ungarische Waisenkinder auf ihrer Reise in Mittelfranken. Sie fanden für knapp zwei Jahre Zuflucht in der ehemaligen Lungenheilanstalt Strüth bei Ansbach, bis sie nach der Staatsgründung im Mai 1948 nach Israel auswandern konnten.

Jim G. Tobias besuchte mit einem Filmteam in Israel ehemalige Bewohner des ersten jüdischen Kinderheims im besetzten Nachkriegsdeutschland. In der TV-Dokumentation berichten sie erstmals über ihren Aufenthalt in Franken und ihre abenteuerliche Reise nach Palästina. Der Film wurde 2002 durch die fränkische Medienbetriebsgesellschaft ausgezeichnet.

Eintritt 5,00/3,00 Euro.

Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung “Gehen? oder Bleiben! Lebenswelten osteuropäischer und deutscher Juden in der Nachkriegszeit, 1945-1950″ vom 09.05.-26.08.2012 im Jüdischen Kulturmuseum.